Zum Auftakt der wB knappe Niederlage bei der JSG Weserbergland

Die wB ist mit einem Auswärtspiel in die Saison 2022/2023 gestartet. Im Vorfeld war der Abgang von acht Spielerinnen zu verzeichnen, darunter Schlüsselspielerinnen wie Torwartin und Kreisläuferin. Mit einer also äußerst limitierten Mannschaft, bestehend aus derzeit ebenfalls acht Spielerinnen (eine Spielerin ist immer noch verletzt), ging es ins Weserbergland nach Kirchohsen bei Hameln. Die JSG hatte bereits ein Punktspiel mit einem Sieg (15:4) erfolgreich gewonnen.
Entsprechend war die Erwartungshaltung der GIW auf keinem hohen Niveau, zumal es auch kurzfristig vor Saisonbeginn einen Trainerwechsel gab, da die bisherige Betreuerin aus beruflichen Gründen die Mannschaft abgeben musste. Äußerst schlechte Rahmenbedingungen also für die Meerhandballerinnen.
Rein körperlich waren die Gastgeberinnen in weiten Teilen der GIW überlegen, darauf mussten sich die Seeprovinzlerinnen mental vorab schon einmal einstellen.
Das Spiel begann wider Erwarten aus Sicht der GIW höchst erfreulich, Abwehrreihen und TW’in hielten ordentlich dagegen und unterstützen sich sehr gut im Zusammenspiel. Es war tatsächlich ein Kampf der Abwehr auf beiden Seiten, das zeigte auch das Ergebnis nach 20 Spielminuten, 5:5 hieß es da. Völlig ungewohnt für die GIW, da sie in der abgelaufenen Saison da schon immer einem Rückstand von teilweise 10 und mehr Toren hinterherliefen.
Es kam aber noch viel besser, kurz vor Schluss der ersten Hälfte (Spielminute 24:55), erzielten die Gäste aus der Seeprovinz das 6:7 zum Pausenstand. Bis dahin alles gut, die Freude war groß.
In der Pausenansprache galt es aber, die Euphorie zu bremsen, da die Gastgeberinnen immerhin eine volle Bank hatten.
Durchgang zwei begann aber für die GIW besser und sie erhöhten nach ca. drei Minuten auf 6:8. Es lief gut, da die Abwehr weiterhin sehr konzentriert war und gut im Verbund arbeitete. Die Mädels waren weiterhin hoch motiviert, aber man konnte langsam den Kräfteverschleiß feststellen, da sie einen enormen Aufwand in der Abwehrarbeit betreiben mussten. Das führte allerdings auch leider dazu, dass im Angriff jetzt zu viele technische Fehler auftraten, die die Gasgeberinnen konsequent ausnutzten. In der 38. Spielminute konnte die JSG das Spiel drehen und mit 9:8 in Führung gehen. Immerhin bis dahin weiterhin eine gute Leistung der GIW. Die Kräfte ließen doch jetzt merklich nach und Weserbergland konnte auf 11:8 erhöhen. Endstand 12:9 für die JSG Weserbergland nach 50 Minuten.
Fazit:
Zu viele technische Fehler in der zweiten Hälfte brachte die GIW auf die Verliererstraße. Abwehr funktioniert schon recht gut, aber im Angriff fehlte die Überzeugung und die Durchschlagskraft. Die Mannschaft hat Potential, sie braucht aber auch mehr Personal, dann hätte diese Begegnung vermutlich ein anderes Ergebnis gesehen. Es ist jedenfalls noch genug Luft nach oben vorhanden.
Torschützinnen GIW:
Meyer 6, Seekamp 1, Meisel 1, Vorderwülbecke 1

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